Montag, 20. Mai 2013

Die Sonderformen des Kaufvertrags

Ein Überblick mit kurzen Erklärungen

Die Sonderformen des Kaufvertrags

Schulfach: Kundenkommunikation und -Service, 1. Lehrjahr 

Auch beim Kaufvertrag gibt es viele Sonderformen und Fachbegriffe die der auszubildende Kaufmann im
Einzelhandel wissen muss. Hier gibt es eine Übersicht mit Erklärungen und Beispielen. Das Wissen ist Teil der Abschlussprüfung.

  • Anfrage: Eine Anfrage ist erstmal eine rechtlich unverbindliche Handlung. Beispiel: Ein Kunde fragt bei seinem Lieferanten nach Preisen oder der Lieferbereitschaft.

  • Kauf zur Probe: Eine unüblich kleine Menge wird zum testen gekauft.

  • Kauf nach Probe: Es wurde bereits eine Probe oder ein Muster gesendet. Es wird Ware bestellt, die diesem Muster entsprechen muss.

  • Kauf auf Probe: Es wird etwas bestellt und ein Rückgaberecht innerhalb einer bestimmten Zeit geboten. Beispiel: Ein Getränkehändler kauft eine Palette Mango Limonade auf Probe. Er kann die Ware bei nicht gefallen zurückschicken.

  • Spezifikationskauf: Es wird erstmal nur die Gesamtmenge bestellt. Die Größen, Farben, und Formen werden noch nachträglich mitgeteilt. Beispiel: Ein Modegeschäft bestellt 50 Jeanshosen. Die Größen und Farben werden zu einem späteren Zeitpunkt angegeben.

  • Terminkauf: Die Lieferung einer bestellten Ware muss zu einem bestimmten Termin oder Zeitraum erfolgen.

  • Fixkauf: Die Ware muss zu einem bestimmten Zeitpunkt geliefert werden. Später wird die Ware nicht mehr benötigt.

  • Kauf auf Abruf: Eine Lieferung wird zwar komplett bezahlt, doch bleibt erstmal beim Hersteller. Sie kann auf Abruf geliefert werden.

  • Stückkauf. Eine nicht vertretbare einmalige Sache wird gekauft. Z. B. ein Kunstwerk eines Künstlers.

  • Gattungskauf: Kauf von vertretbaren mehrmals vorhandenen Sachen. Z. B. Cola Flaschen.

  • Ramschkauf: Etwas wird "in Bausch und Bogen" oder auch "gekauft wie gesehen" verkauft. Es gibt keine Garantie oder Gewährleistung auf die Ware.

  • Draufgabe: Der Kunde erhält Naturalrabatt in Form von zusätzlicher Ware. Berechnet wird ihm aber nur die von ihm bestellte Ware. Beispiel: Herr Müller bestellt 10 Computer und bekommt einen gratis dazu geschenkt.

  • Dreingabe: Der Kunde erhält genau die von ihm bestellte Ware, doch bekommt nur einen Teil von ihr in Rechnung gestellt. Beispiel: Herr Wächter bestellt 100 Radios die er geliefert bekommt, doch auf der Rechnung werden ihm nur 90 berechnet.