Freitag, 17. Mai 2013

Fachbegriffe im Einzelhandel

Kurze Erklärungen von Fachbegriffen und Abkürzungen

Fachbegriffe im Einzelhandel

In diesem Blogbeitrag möchte ich kurz auf 50 bekannte Fachbegriffe und Abkürzungen, die im Einzelhandel
verwendet werden eingehen. Eventuell wird es zu dem einen oder anderen Fachbegriff in Zukunft einen ganzen Blogbeitrag geben.


Die Liste ist alphabetisch sortiert.

  • Absatzmarkt: Erschließung - Sicherung - Erweiterung

  • Artikelnummer: Diese Nummer steht nicht auf dem Produkt und wird vom jeweiligen Unternehmen selber für das Produkt vergeben.
  • Cash und Carry / C&C: Sonderform des Großhandels: Ware bezahlen und mitnehmen.
     
  • Check-In: Kommt aus dem englischen und bezeichnet den Eingangsbereich eines Geschäfts.
  • Check-Out: Kommt aus dem Englischen und bezeichnet die Kasse oder die Ausgangszone.
  • Convenience-Produkte: Diese Produkte werden industriell vorgefertigt verkauft und sind vor allem für die schnelle Küche geeignet. Sie werden immer häufiger nachgefragt. Zum Beispiel Tiefkühl-Pizza.
  • Deckungskauf: Ersatzkauf, wenn Ware nicht innerhalb eines festgelegten Fix-Termins geliefert wird.
  • Differenzierung: Das Sortiment wird erweitert. Zum Beispiel führt ein Textilgeschäft jetzt 50 statt 30 Wollsorten.
  • Diversifikation: Das Sortiment wird um Produkte erweitert, die nicht zum eigentlichen Kernsortiment gehören. Zum Beispiel verkauft ein Lebensmittelgeschäft nebenbei Zeitschriften.
  • EAN: EAN steht für "European Article Number" oder auf deutsch "europäische Artikelnummer".

  • EAN-Etiketten: Strichcode-Etiketten die gescannt werden können.
  • Eigentumsvorbehalt: Die gelieferte Ware bleibt solange im Besitz des Lieferanten, bis diese komplett abbezahlt wurde (zum Beispiel bei Ratenkauf).
  • Emblem: Anderes Wort für Abzeichen.
  • Erwerbswirtschaftlich: Damit ist die Absicht gemeint möglichst viel Gewinn zu erzielen.
  • Food: Food heißt übersetzt aus dem englischen Lebensmittel. Der Begriff wird häufig im Zusammenhang mit Sortimenten benutzt. Das Food Sortiment umfasst alle Nahrungsmittel die man essen und trinken kann. Zum Beispiel Konserven, Nudeln oder Milch
  • Franchiser: Jemand ist selbstständig, verkauft mit der Betriebsorganisation eines anderen und verkauft dessen Ware.
  • Horizontaler Zusammenschluss: Zwei Unternehmen der gleichen Wirtschaftsstufe (waagerecht), z. B. mehrere Einzelhändler oder mehrere Industriebetriebe, schließen sich zusammen.
  • Image: Das Bild, oder auch der Ruf den ein Geschäft oder eine Person bei anderen hat.
  • Individualbedürfnis: Ein Bedürfnis einer einzelnen Person.
  • Kollektivbedürfnis: Ein Bedürfnis (Notwendigkeit, Wunsch) das mehrere Personen gleichzeitig empfinden.
  • Kommission: Ein Ausschuss mehrerer Personen ist mit einer gemeinsamen Aufgabe beauftragt (z. B. Prüfungskommissionen).
  • Konkursmasse: Bei einer Konkurseröffnung das gesamte der Zwangsvollstreckung unterliegende Vermögen.
  • Konsumgut: Ein Gut, dass gebraucht bzw. verbraucht wird und nicht zur Mehrfach- oder Dauerverwendung geeignet ist. Zum Beispiel Lebensmittel.
  • Konventionalstrafe: Bei einem Verstoß gegen vertraglich festgehaltene Abmachung wird diese verhangen.
  • Kundenlaufstudie: Analysierte typische Wege der Kunden in einem Geschäft, die bevorzugt gegangen werden. Wichtig für die Ermittlung verkaufsstarker und verkaufsschwacher Zonen.
  • Langsamdreher: Ware, die nur schlecht, selten oder zögernd verkauft wird (Penner).
  • Limitrechnung: Maximalbetrag (in Euro oder Stück) für den Ware eingekauft werden kann.
  • Liquidität: Ist ein Unternehmen oder eine Person zahlungsfähig ist sie liquid.
  • Marketing: Absatzförderung. Siehe auch hier: Was ist Marketing?
  • Marktanalyse: Dabei handelt es sich um eine einmalige Marktforschung zu einem bestimmten Zeitpunkt.
  • Marktbeobachtung: Dabei handelt es sich um fortlaufende Marktforschung.
  • Marktnischen: Am Markt sind für Marktnischen keine oder wenige Anbieter zu finden.

  • Marktprognose: Zukunfsgerichtete Aussagen über die Marktentwicklung.
  • Maximalprinzip: Mit Einsatz von bestimmten Mitteln den höchstmöglichen Gewinn erzielen.
  • Minimalprinzip: Ein bestimmtes Ziel mit möglichst wenig Einsatz erreichen.
  • No-Names / Generics: Produkte ohne einen bekannten Hersteller, der oft nur klein aufgedruckt ist. Es sind meistens preiswerte Produkte.
  • Non-Food / Nonfood: Zum Non-Food gehören alle Produkte die keine Lebensmittel sind. Also zum Beispiel Elektrogeräte, Kleidung oder Zeitschriften.
  • Off-Seasons: Früchte aus der Obstabteilung die außerhalb der Saison angeboten werden.
  • Ökonomisches Prinzip: Eine Mittel-Zweckbeziehung entweder nach dem Minimal- oder Maximalprinzip.
  • Public Relations: Auch "Öffentlichkeitsarbeit" genannt. Das Ansehen in der Öffentlichkeit pflegen und verbessern.
  • Produktinnovation: Ein Produkt wird essentiell aufgebessert oder komplett neu gemacht.
  • Produktionsfaktoren: Arbeit, Kapital, Boden
  • Progressiv: Fortschrittlich, fortschreitend
  • Rentabilität: Das Verhältnis zwischen Gewinn und eingesetztem Kapital, bzw. von Arbeit zu Kapital.
  • Schnelldreher: Ware, die häufig von den Kunden gekauft wird (Renner).
  • Sortimentsbreite: Zu einem breiten Sortiment gehören viele unterschiedliche Produkte aus verschiedenen Warengruppen. Siehe auch: Sortimentsbreite und Sortimentstiefe
  • Sortimentstiefe: Von ähnlichen Warenarten viele Ausführungen (z .B. Größe, Farbe, Form, Preis oder Qualität). Siehe auch: Sortimentsbreite und Sortimentstiefe
  • Streugebiet: Das räumliche Gebiet in dem eine Werbekampagne gemacht wird. Zum Beispiel werden nur im westlichen Teil der Stadt Prospekte verteilt.
  • Streuzeit: Die zeitliche Begrenzung einer Werbekampagne.
  • Trading-Up:  Das Sortiment wird erweitert oder vertieft. Diese Sortimentsveränderung soll die Gewinnspanne erhöhen. 

    Diesen Artikel anhören



    Weitere relevante Artikel

  • Bedürfnis, Bedarf und Nachfrage
  • Die AIDA-Formel
  • Die Verkaufsformen