Montag, 6. Januar 2014

Etiketten auf Weinflaschen

Welche Angaben gibt es?

Etiketten auf Weinflaschen

Schon vor über sechstausend Jahren entstand die Grundidee von Weinetiketten. Schon die Römer, Griechen und Sumerer beschrifteten ihre Weinflaschen, um bestimmte Informationen über den Inhalt festzuhalten. Zuerst wurden Anhänger und Rollsiegel verwendet oder es wurde direkt in die Flasche eingeritzt. Die heute bekannten Weinetiketten wurden erst gängig, als der Herstellungspreis dafür bezahlbar wurde. Die ersten Weinetiketten waren schwarz-weiß und hatten keine abgebildeten Bilder.


Ein aktuelles Weinettikett hat normalerweise nicht nur ein ansprechendes Aussehen, sondern enthält auch viele Informationen über den Wein.


Das Bezeichnungsrecht für Wein

Es beinhaltet formelle und inhaltliche Vorschriften. Manche Angaben sind gesetzlich vorgeschrieben, andere vorgeschlagen und somit freiwillig. Grundsätzlich gilt ein Verbot für alle Angaben, die nicht grundsätzlich erlaubt sind.


Verpflichtend vorgeschriebene Angaben

Die Qualitätsstufe: Welche Qualität hat der Wein? (Zum Beispiel Qualitätswein oder Landwein)

Geografische Herkunft: Aus welcher Region stammt der Wein? (Zum Beispiel au Frankreich, Italien, Deutschland, Griechenland usw.)

Abfüller: Welche Firma hat den Wein abgefüllt? (Zum Beispiel Lindemann, Australien)

Alkoholgehalt: Wie viel Prozent Alkohol enthält der Wein? (Zum Beispiel 9% Vol.)

Nennvolumen: Wie viel Liter Wein enthält die Flasche? (Zum Beispiel 0,7 Liter, 1,0 Liter usw.)

Weinart: Um welche Art von Wein handelt es sich? (Zum Beispiel Rotwein, Weißwein)

Loskennzeichnung: Durch wen wurde der Wein gewonnen, hergestellt, verarbeitet, gelagert und transportiert? (Zur Rückverfolgbarkeit)

Amtliche Prüfungsnummer: Das Ergebnis der Qualitätsprüfung (zum Beispiel Qualitätswein)

Enthaltene Sulfite: Wurde der Wein geschwefelt? (Nur bei geschwefelten Weinen notwendig)


Freiwillig zu gebrauchende Angaben

Folgende Angaben können freiwillig auf einer Weinflasche angegeben werden. Was abgedruckt wird muss natürlich der Realität entsprechen.

Jahrgang: In welchem Jahr wurden die Weintrauben angebaut und geerntet? (Zum Beispiel 1990, 2005, 2014 usw.)

Rebsorte: Welche Rebsorte wurde zu mindestens fünfundachtzig Prozent verwendet? (Zum Beispiel Riesling)

Geschmacksangabe: Welchen Geschmack hat der Wein? (Zum Beispiel trocken, halbtrocken, lieblich)

Weinort und Lage: Woher genau stammt der Wein? (Zum Beispiel Asmannshäuser Höllenberg)

Zusätzliche Angaben: Zum Beispiel empfohlene Trinktemperaturen oder Speiseempfehlungen


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